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Tourismus-Blogs

Jan 10, 2010
SyntaX

Verblüffend sind die Sprachkenntnisse der Mitarbeiter in verschiedenen Hotels. Das fängt bereits bei der deutschen Sprache an. Ein Beispiel:  Eine deutsche Touristin erkundigte sich beim Frühstück nach dem Wetter. Die Antwort des Kellners war "eigenartig": " Es wird heute kühl, sonnig doch am Nachmittag gibt es wieder hohe Wolken".

Wie würden Sie auf eine derartige Antwort regieren? Abgesehen davon, das der Satz grammatikalisch völlig falsch ist. Was versteht man unter hohen Wolken? Hängt der Ober die Wolken am Nachmittag nach oben?

Ich habe mit einem Meterologen über diesen Satz gesprochen, er hat gelächelt und gemeint es gibt keine "hohen Wolken". 

Nach diesem Gespräch bat ich einen US-Native Speaker der als Trainer in meinem Institut arbeitet, sich als Tourist auszugeben und in einem Hotel in Wien der Kategorie 4 ein Zimmer zu buchen.

Beim Empfang wurden er sehr nett und freundlich behandelt. Er erkundigte sich nach einem Zimmer und verschiedenen Sehenswürdigkeiten.Nach dem Gespräch gab er sich zu erkennen, und erklärte der verblüfften Dame an der Rezeption, das Aussprache, Satzstellung und Zeitstellung völlig falsch sind. Auf die Frage ob es keine Weiterbildung in diesem Hotel gibt, meinte die Rezeptionistin, das die HR-Abteilung kein Geld "locker läßt".

Hier stellt sich die Frage wer unterrichtet Englisch ein Österreicher oder Native Speaker?

Sprachen zu erlernen oder auffzufrischen, sollte unbedingt bei einem Native Speaker (mit entsprechender Ausbildung) geschehen. 

Wien - eine Stadt im Herzen  von Europa, weltweit eine der beliebtesten Städte im Tourismus.  Dieses Image können wir nur beibehalten, wenn die Sprachkenntnisse der Mitarbeiter in den Hotels stimmen.

 

 




Sep 23, 2009
Administrator

Natürlich gibt es noch die Karriere vom Tellerwäscher zum Hoteldirektor, aber in Zeiten der Akademisierung des Tourismusmanagements wird es ohne qualifizierte Weiterbildung immer schwerer.


Dennoch zählen die AbsolventInnen der dualen Ausbildung zu den Gewinnern der vorliegenden Studie.


Besonders angerechnet werden den zukünftigen Touristikern ihre hohe Fachkompetenz durch die betriebliche Ausbildung, die von den Lehrlingen auch international durch zahlreiche Preise eindrucksvoll bestätigt wird. Eindeutiger Schwachpunkt und Hindernis für weiterführende Karrieren sind fehlende Sprachkompetenzen und Defizite im Bereich der Soft-Skills (Präsentation, Rhetorik etc). Stellt man dem die als besonders kritisch bewertete fehlende Fachpraxis der Tourismusfachschulen gegenüber, ergeben sich hier deutliche Synergieeffekte durch die Zusammenführung der beiden Ausbildungen in Form eines zweistufigen Verfahrens: zunächst die Formulierung gemeinsamer Ausbildungsstandards mit anschließender Auslagerung der fachpraktischen Ausbildung ausschließlich an die Unternehmen (mit verpflichtender Auslandspraxis und Betriebsrotation). Am Ende dieses Prozesses sollte eine optimierte – den Fachschulen gleichgesetzte – Ausbildung der Tourismuslehrlinge im Bereich Allgemeinbildung, Sprachkompetenzen und Skills stehen, die sie einerseits auf internationale Karrieren noch besser vorbereitet und andererseits auch weiterführende Ausbildungswege (Erwerb einer Matura) durch Anrechnung von Ausbildungsjahren berufsbegleitend ermöglicht.


Die frühe Qualifizierung des Tourismusnachwuchses könnte bereits im Abschlussjahr der Schulpflicht erfolgen: Das sogenannte polytechnische Jahr könnte bereits an einer Fachschule oder Berufsschule in Form inhaltlicher Trainings mit Fachpraktika erfolgen, nach einem weiteren Ausbildungsjahr würde der Umstieg auf maturaführende Ausbildungen angerechnet werden.


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